Sechste Amtsperiode

Grammond McTorwick ging in seine fünfte Amtszeit und mit Ausnahme seiner Ersten war es sehr wahrscheinlich seine Schwerste. Denn die Vorzeichen standen auf Sturm. Die Vereinten Bündnistruppen, und unter ihnen zahlreiche Konzilsvölker unter dem Oberbefehl von Herzog Gáldon, dem neuen Verteidigungsminister des Konzils, standen auf Wildherz dem zahlenmäßig in etwa gleichstarkem Heer der Hand von Papua gegenüber. Trotz zahlreicher diplomatischer Versuche seitens der umliegenden Bündnisse, insbesondere des Weissen Rates, konnte ein Eskalieren des Konfliktes nicht mehr verhindert werden und 15000 Krieger trafen sich zur Schlacht von Câketan. War in der ersten Schlachtwoche der Kampfverlauf noch recht ausgeglichen, brachen in der zweiten Woche die Handtruppen ein und konnten vernichtend geschlagen werden. Die Bündnistruppen der PAX Eressea beklagten etwa 2000 Tote.

Aufgrund der fehlenden Verhandlungsbereitschaft bezüglich der Reparationszahlungen von Seiten der Hand von Papua setzte Aussenminister Thoranagash Gottkönig Eledriel als seinen Stellvertreter ein, der sich nun vor allem mit der Hand von Papua auseinanderzusetzen hatte. Thoranagash gelang es einen Bündnisvertrag mit der PHF zu schließen und er vertiefte die Beziehungen zur Mittelmeerallianz und zum Rat von Ragathor. Lediglich seine unvorsichtigen und unglücklichen Äußerungen hinsichtlich des Bundes von Kir'o'lal, dem er Schmierentheater und eine nihilistische Militärstrategie vorwarf, sorgten dafür, dass die Verhandlungen des Vizepräsidenten Yaotl Tlaltecuhtli mit dem Bund von Kir'o'lal nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. Erste Rücktrittsforderungen an Thoranagash von Seiten der Opposition um Zytoclavic waren die Folge.

Die angespannte politische Situation im und um das IX. Konzil begann zu eskalieren, als die geostrategisch so wichtige Insel Papua von einem Bürgerkrieg heimgesucht wurde und es der Konzilsspitze in Zusammenarbeit mit den Vereinten Bündnistruppen gelang diesen Bürgerkrieg mit Militärgewalt niederzuschlagen. Aussenminister Thoranagash wurde von allen Seiten als Drahtzieher und Putschist beschimpft. Sogar sein Stellvertreter Gottkönig Eledriel, der zwischenzeitlich zum Aussenminister der MMA gewählt wurde, fiel Thoranagash in den Rücken und erhob die schlimmsten Vorwürfe gegen den Aussenminister und drohte gar mit einer Klage vor dem konziliaren Rat der Völker. Selbst Tachlaar Gargor McFrigg, der Präsident Motsognir als MMA-Präsident ablöste, konnte in dieser Situation nicht zu seinem alten Bündnis halten und legte weitere gemeinsame Projekte zwischen den beiden Großbündnissen erst einmal bis auf weiteres auf Eis. Grammond McTorwick blieb also nichts anderes übrig als Thoranagash von seinem Amt zu entbinden oder aber selbst zurückzutreten. In dieser Situation entschloss sich McTorwick, wider besseren Wissens, sich aus der Konzilspolitik zu verabschieden und sein Präsidentenamt zur Verfügung zu stellen um weiteren aussenpolitischen Schaden vom IX. Konzil abzuhalten. Thoranagash dagegen war über die Verleumdung des inzwischen zum Gottkaiser ausgerufenen Eledriels so erzürnt, dass er dem IX. Konzil den Rücken kehrte und sich nur noch dem Apologetischen Rat verpflichtet fühlte. Pontifex Baron de Ley und der Apostolische Inquisitor Monsieur de Fay mit den Jell'abage folgten den Assari und traten ebenfalls aus dem IX. Konzil aus.

In dieser nun sehr schwierigen Phase der Konzilsaustritte und gegenseitigen Vorwürfe stehen zwei Persönlichkeiten für die nächste Amtsperiode als Präsident zur Wahl. Herzog Gáldon, ehemaliger Verteidigungsminister unter McTorwick und konservativer Hardliner sowie der Große Zarquon, Pazifist und Friedensapostel des IX. Konzils. Die Konziliare haben es in der Hand - sie haben die Wahl zwischen Krieg und Frieden.